Historie

Geschichte  (unten in Englisch, below in English)

Das Ensemble aus der historischen Schmiede Striek und dem zugehörigen Fehnhaus befindet sich auf einem 1.353 m² großen Grundstück direkt am Großefehnkanal in Höhe der Schleuse III in Ostgroßefehn, gegenüber dem Bürgerhaus. Dieses befindet sich im Eigentum der Gemeinde Großefehn, wurde aber unserem Verein zur Nutzung überlassen.

Die Huf- und Wagenschmiede mit kompletter Ausstattung (alte Schmiedewerkzeuge, Blasebalg, Feuerstelle usw.) ist voll funktionstüchtig, sodass wir auch heute noch mit dem Originalwerkzeug das Schmiedehandwerk präsentieren können. Die Errichtung der Huf- und Wagenschmiede geht auf das Jahr 1898 zurück, während das Wohnhaus im Jahre 1904 erbaut wurde. Beide Gebäude unterliegen dem Denkmalschutz.

Hier wohnte die Familie Striek und hier arbeitete der Schmiedemeister Gerhard Heiko Striek bis zum Jahre 1977, als er im Alter von 84 Jahren verstarb. Wenig später verstarb seine Frau Taline Marie geb. Collmann im Jahre 1978. Fortan bewohnte die einzige Tochter Johanne Gerhardine Striek das Objekt bis zu ihrem Tode im Jahre 2007 (82-jährig) das Haus.

Die Schmiede wurde seit den 90er-Jahren von den ehrenamtlichen Kräften des Kultur- und Heimatvereins Großefehn e. V. mit Unterstützung der Gemeinde funktionsgerecht instandgesetzt (z. B. Esse und Blasebalg erneuert, Mauerwerk ausgebessert) und seitdem bis 2012 ehrenamtlich von Mitgliedern des Vereins betreut. Nunmehr kümmert sich der 2010 gegründete Verein Historische Schmiede Striek e. V. um das Objekt.

Sehenswert ist auch der große Garten, der von der Familie Striek in typischer Fehntjer Art angelegt und gepflegt worden war und nun von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern liebevoll gepflegt wird.

Jetzt konnte das Ensemble durch die Gemeinde Großefehn mithilfe von EU-Fördermitteln, Stiftungsgeldern, privaten Spenden aber auch Eigenmitteln der Gemeinde erneuert werden, wobei der Charakter des Gebäudes und vor allem die Außenansicht nicht verändert wurde. Besonderes Augenmerk wurde bei der Schaffung des Saals in der Scheune gelegt.

Hier ist das Ständerwerk (Stapelwark) in Sicht und somit wird eine bemerkenswerte Atmosphäre geschaffen. Aus denkmalpflegerischen Gründen wurden - soweit technisch möglich – geeignete entsprechende Baumaterialien verarbeitet bzw. die vorhandenen Materialien wiederverwendet.

Nun ist das Fehnhaus eine Begegnungsstätte und kann unter anderem zur Durchführung von Versammlungen örtlicher Vereine und Gruppen genutzt werden. Hierzu steht im Vorderhaus ein Versammlungsraum für etwa 16 Personen und im Scheunentrakt ein kleiner Saal für etwa 42 Personen (Plätze an Tischen) zur Verfügung. Eine kleine Teeküche ermöglicht die Bewirtung durch ehrenamtliche Kräfte.

Besondere Bedeutung hat dieses Objekt dadurch, dass es zusammen mit der in historischer Art erhaltenen Schleuse, der nahegelegenen Klappbrücke und der historischen Windmühle von 1804 ein wertvolles einmaliges Ensemble am „Großefehn-Kanal“ in Ostgroßefehn bildet, das unbedingt schützenswert ist und nun den folgenden Generationen erhalten bleibt.

Wenn Sie Interesse an der Durchführung einer Veranstaltung in Strieks Huus haben, setzen Sie sich bitte über das Kontaktformular mit uns in Verbindung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Das Anwesen (pdf-Datei, bitte anklicken)

 

Information about the historical blacksmith´s shop and the “Fehnhouse Striek”

The size of the property is 1353 m² (about 1/3 acre). Its owner is the community of Grossefehn.

It consists of

  • the house, a typical “Fehnhaus”, once with living space in the front house and stables in the rear house
  • the smithy with its entire original equipment like old blacksmith´s tools, bellows, fire pit etc.
  • the baking house
  • the typical “Fehn”garden

The smithy was built in 1898, the house was built in 1904. Both buildings are under the protection of the society of historical buildings and monuments.

This is where the Striek family lived and where the master blacksmith Gerhard Heiko Striek worked until 1977, when he died at the age of 84. Soon after his wife Taline Marie, nee Collmann died in 1978. From then on their only daughter Johanne Gerhardine Striek lived in the house until she died in 2007 at the age of 82.

The community of Grossefehn bought the property from the heirs of Johanne Striek.

In 2010 a new society was founded: “Historische Schmiede Striek”, to make a concept of what to do with the historical buldings. The board of directors was consisting of 8 members, the president was the mayor of Grossefehn, Olaf Meinen.

Since 2010 the big garden, typical for the “Fehn” settlement, is maintained by members of the society “Historische Schmiede Striek” in the way the former owners kept it.

A basic restoration of the house and the blacksmith´s building took place from 2013 to 2015 with the aim not to change the character of the building and especially the external view should not be changed. In June 2015 the building was finished, and dedicated to the “Historical Society” as a house for everybody.

The complete property is used as a place where local groups or societies can meet, and the smithy will be a museum and sort of living history. For this purpose there is a big room in the rear for about 45 and a smaller room in the front for about 20 people, and a kitchen as well as bathrooms.

Half of the costs of this big task were paid by a program of the EU and the society for protection of historical buildings, the other half was paid by fund raising, big and small sponsors etc.. A little “Backhaus”, a small house with a traditional baking oven was built by the members of the society in voluntary work.

Lisa Buss

Das Anwesen


Das Anwesen der historischen Schmiede Striek

Andreas Striek (1861-1923) hatte eine Schmiede in Völlen bei Papenburg.
Nach der Heirat mit Johanna Caroline Müller im Jahre 1892 wurden die Eheleute Striek bald in Großefehn sesshaft.

1898    Andreas Striek baute die Schmiede in Ostgroßefehn

1904    Die Eheleute Striek bauten ihr Wohnhaus in Ostgroßefehn; heutige Anschrift Kanalstraße Nord 66.

            12 Kinder gingen aus der Ehe hervor, davon verstarben 2 Kinder im frühen Kindesalter. 6 Söhne lernten
            das Schmiedehandwerk.

             Andreas Striek fertigte in seiner Huf- und Wagenschmiede neben dem Hufbeschlag Gerätschaften für
             die Landwirtschaft,
Eisenteile für den Hausbau und für die Schifffahrt an.

             Bekannt waren seine guten Schlittschuhe oder „Schöfels“, der „Lempen“ oder „Breinermoorer“.

1923     Die Eheleute Striek verstarben beide im Jahr 1923.

             Nach dem Tode der Eltern wanderten 2 Söhne und eine Tochter nach Amerika aus.

             Der älteste Sohn, Gerhard Striek, übernahm die Schmiede.

             Er war verheiratet mit Taline Collmann. Die Eheleute hatten zwei Kinder.

             Gerhard Striek übte bis zu seinem Tode das traditionelle Schmiedehandwerk aus.

1977     Gerhard Striek verstarb. Für die Schmiede gab es keinen Nachfolger.

             Das Wohnhaus wurde von der Tochter Johanne Striek bewohnt; die Gemeindeverwaltung
             und der Kultur- und Heimatverein kümmerte sich um die Schmiede.

2007     Johanne Striek (Tochter von Gerhard und Taline Striek) verstarb unverheiratet und kinderlos.

             Die Gemeinde kaufte das Anwesen von den Erben, um die denkmalgeschützte Schmiede,
             das Wohnhaus und den Garten für die Nachwelt zu erhalten.

             Zusammen mit der Schleuse, der Klappbrücke und der Windmühle von 1804 entsteht das Ensemble
             im historischen Kern von Ostgroßefehn.

2010     Gründung des Vereins „Historische Schmiede Striek e. V.“

             Mit öffentlichen Mitteln, finanzieller Unterstützung engagierter Menschen sowie ehrenamtlicher Arbeit
             vieler Bürger konnten Schmiede, Wohnhaus und der Garten im Sinne des Denkmalschutzes restauriert
             sowie ein traditionelles Backhaus aus alten Steinen gebaut werden.

2015     Das Haus der Begegnung, en Huus „för Elk un Een“, wurde im Beisein vieler Gemeindemitglieder und
             der
Nachkommen der Ausgewanderten aus den USA eröffnet.

             Der Betrieb und die Unterhaltung des Anwesens wird vom Verein „Historische Schmiede Striek e. V.“
             in ehrenamtlicher Arbeit übernommen.

Schmiede1
Die Schmiede

Strieks Huus2

Das Wohnhaus (Trauzimmer Eingang links)

Strieks Huus1

 

Historie jetzt für alle Besucher lesbar

Seit dem 04. September 2019 kann jetzt jeder Besucher des historischen Anwesens Striek die Entstehung nachlesen.

Foto: Privat

Historie Schild
Das Schild direkt am Wohnhaus

 

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